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Hase Hase
Theaterstück im November 2010 bei Szene 93
Erzählt wird aus dem Leben der Familie HASE, einer ganz durchschnittlichen
französischen Kleinbürgerfamilie mit all ihren Nöten und Hoffnungen. Ruhender
Mittelpunkt ist MAMA, die mit nicht enden wollender Energie und
Selbstverleugnung fünf Kinder großgezogen hat und nun glaubt, dass der
Zeitpunkt erreicht ist, an dem sie alle einigermaßen sicher ihren eigenen Weg
gehen können.
Aber nichts läuft, wie sie es geplant, organisiert und erhofft hat. Die Kinder
haben ihre Probleme, und wenn sie die nicht lösen können, flüchten sie zurück
ins warme Nest der Familie, zu MAMA. Trotz allem Egoismus und trotz aller
Hilflosigkeit der Familienmitglieder, die in der engen Wohnung ein
entsetzliches Chaos anrichten, versucht MAMA unbeirrt Ordnung zu schaffen.
Als aber Offiziere die Regierung stürzen und eine „Neue Ordnung"
errichten, wird der älteste Sohn als Hauptverschwörer verhaftet. MAMA jedoch
gibt nicht auf. Die gesamte Familie organisiert einen wohldurchdachten, aber
geradezu grotesken Befreiungsversuch, bei dem alle ums Leben kommen würden,
wenn die jüngste Tochter, HASE HASE, nicht plötzlich ihr wahres, höchst
wundersames Wesen offenbaren würde…
„Hase Hase“ der französischen Autorin und
Filmregisseurin Coline Serreau ist eine
turbulente Mischung aus aberwitziger Komödie und Science Fiction. Das Stück
erzählt von Wärme und Zusammenhalt einer Familie in schwierigen Zeiten.
Es scheint für unsere Tage geschrieben, da die Themen Niedergang des
Mittelstandes, Existenzbedrohung für Familien oder Wirtschaftskrise die
Schlagzeilen bestimmen. Coline Serrau hält alledem eine liebenswürdige,
augenzwinkernde Utopie entgegen.
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